„Mobilitätsguthaben“ stellen für Arbeitgeber eine interessante Möglichkeit dar, auf die gestiegenen Mobilitätsformen (Busse, Bahnen, Taxis, Leihfahrräder, Leihfahrzeuge) zu reagieren. Dafür wird den Arbeitnehmern ein Geldbetrag zur Verfügung gestellt, welchen der jeweilige Arbeitnehmer nach eigenem Ermessen und eigener Entscheidung für Verkehrsmittel entweder sowohl für private und berufliche Zwecke oder lediglich für die vereinbarten Zwecke verwenden darf. Im besten Fall hat der Arbeitnehmer eine Art „Kreditkarte“, mit welcher er die genutzten Beförderungsmittel bezahlt und die Abrechnung der Leistung durch den Anbieter sog. „Mobilitätsbudgets“ und dem Arbeitgeber erfolgt. Wie das Handelsblatt am 14. Juni 2019 auf Seite 53 berichtet, planen zahlreiche große Unternehmen, wie z. B. RWE, SAP, Munich Re, Lufthansa etc., die Einführung sog. „Mobilitätsbudgets“. Damit reagieren die Unternehmen u. a. auf das gesunkene Interesse der Arbeitnehmer an einem Dienstwagen und das gestiegene Interesse an anderen Mobilitätsformen.

Aus steuerlicher Sicht sind mit der Überlassung derartiger „Mobilitätsguthaben“ zahlreiche ertrag- und umsatzsteuerliche Fragen verbunden. Eine ausführliche Übersicht zu den Steuerfolgen aus der Überlassung von Mobilitätsguthaben gibt der in der NWB 2019/24 erschienen Beitrag von Dr. Zimmermann, Dr. Dorn und Frau Neu (NWB 2019, S. 1763 ff.).